Bleigefütterte Strahlenschutztüren
Hochwertige Türsysteme für Krankenhaus-Röntgendiagnostik, CT, PET-CT, Zahnmedizin und industrielle zerstörungsfreie Materialprüfung. Kompromissloser Schutz gegen Streustrahlung, mit industrieller Mechanik, die auf das erhöhte Flügelgewicht ausgelegt ist.
Wo Strahlungsabschirmung eine strenge technische Anforderung ist
Ob medizinische Bildgebung, Isotopenlabor oder industrielle Materialprüfung: Die Abschirmung schädlicher ionisierender Strahlung schützt Menschenleben. Bei einer Strahlenschutztür kann bereits der kleinste Anschlussfehler oder eine Strahlungsfuge ein kritisches Audit- und Gesundheitsrisiko darstellen.
Das wichtigste Merkmal professioneller Röntgentüren ist die unterbrechungsfreie Bleiabschirmungskette. Es reicht nicht aus, nur das Türblatt mit Blei auszukleiden; auch Rahmensystem, Wandanschluss, Schlossbereich und Scharnierdetails müssen die in die Wand integrierte Strahlenschutzschicht überlappen.
Die Bleieinlage erhöht das Gewicht des Türsystems erheblich. Standardbeschläge aus dem allgemeinen Baubereich sind dafür langfristig nicht geeignet. Deshalb verwenden wir Schwerlastscharniere, Schienensysteme und massive lastverteilende Stahlrahmen.
Auf Wunsch kann Strahlenschutz auch mit hermetischer Schließung kombiniert werden. So lassen sich Reinraum-Druckkaskaden und strahlentherapeutischer Schutz mit einem einzigen hybriden Türsystem realisieren.
Technische Details für perfekte Abschirmung
Geschlossene Bleiabschirmungskette
Die Bleieinlage des Türblatts überlappt mit dem speziell ausgeführten bleigefütterten Rahmen, sodass Röntgenstrahlen auch bei schrägem Einfall nicht durch Wandanschlussfugen gelangen können.
Schwerlastbeschläge
Für das extreme Eigengewicht verwenden wir industrielle Dreh- oder Schiebetürbeschläge, damit die Konstruktion langfristig sicher und ohne Absacken funktioniert.
Hygienische Edelstahloberfläche
Die Türblattverkleidung kann aus robustem gebürstetem Edelstahl gefertigt werden, der in industriellen, labortechnischen und medizinischen Umgebungen gut reinigbar ist.
Ausführung nach Funktion und verfügbarem Raum
Klassische Strahlenschutztüren
Für Standard-Röntgenlabore, Zahnarztpraxen und Diagnostikräume. Mit verstärktem Stahlrahmen, massiven Scharnieren und optionalem Bleiglas-Sichtfenster.
Technische und materialbezogene Parameter
Der genaue Schichtaufbau, die Bleieinlage, die Beschläge und die Bedienung werden immer anhand des Strahlenschutzplans, der Wandöffnungsgröße und der Raumfunktion festgelegt.
| Pb-Äquivalent | Von 0,5 mm bis 2,0 mm Pb, konfiguriert nach individuellem Strahlenschutzplan |
| Türblattaufbau | Massiver Kern mit integrierter Bleifolieneinlage, beidseitig mit HPL- oder Edelstahlverkleidung |
| Rahmenkonstruktion | Verstärkter, bleigefütterter Rahmen für fugenfreien Wandanschluss |
| Beschläge | Gewichtsausgelegte Industriescharniere oder hochbelastbares Schiebetür-Schienenprofil |
| Automatik | Elektromechanischer Schiebetür- oder Drehtürantrieb mit Spezialdrehmoment und Hinderniserkennung |
| Bleiglas | Optionales flächenbündiges Schutzglas mit gleichem Pb-Äquivalent wie die Tür |
| Sicherheitsfunktionen | Rückmeldung des geschlossenen Zustands, Interlock-Vorbereitung und an die Steuerung anschließbares Türstatussignal |
Wo ist eine qualifizierte Strahlenschutztür erforderlich?
Die Trennung und Abschirmung von Strahlenschutzzonen muss immer auf Grundlage des jeweiligen Strahlenschutzplans, der Geräteleistung, der Raumfunktion und der Betriebsumgebung ausgeführt werden.
Zur sicheren Trennung von Röntgen-, CT- und PET-CT-Untersuchungsräumen sowie der zugehörigen Bedienbereiche.
Zur Abtrennung von Panoramaröntgen- und CBCT-Räumen, wo der Schutz von Warte-, Behandlungs- oder Personalzonen im Vordergrund steht.
Für onkologische Behandlungsräume und OP-Bereiche, in denen diagnostische oder therapeutische Strahlenquellen eingesetzt werden.
Für Werks-Röntgenkabinen sowie Prüfbereiche in Metallindustrie, Automobilindustrie oder Luftfahrt, in denen höhere Abschirmleistung erforderlich ist.
Präzision vom Strahlenschutzplan bis zur Qualifizierung
Planverarbeitung
Auf Basis des Strahlenschutzplans erfassen wir die erforderliche Bleidicke und das notwendige Pb-Äquivalent.
Mechanische Auslegung
Anhand des Gewichts der Bleieinlage bestimmen wir die Türblattmasse und wählen passende Scharniere, Schienensysteme oder Antriebe aus.
Individuelle Schichtfertigung
Die Bleiabschirmung wird fugenlos in Rahmen und Türblatt integriert, anschließend wird die endgültige Oberfläche ausgeführt.
Fachgerechte Montage
An den Wandanschlüssen stellen wir die Abschirmungsüberlappung sicher, damit das gesamte Türsystem eine geschlossene Schutzkette bildet.
Fachliche Antworten vor Planungsbeginn
Was ist das Pb-Äquivalent?
Das Pb-Äquivalent gibt an, welcher Dicke einer reinen Bleiplatte die Strahlungsabsorption einer bestimmten Konstruktion entspricht. Dieser Wert wird durch den Strahlenschutzplan definiert.
Kann eine so schwere Tür automatisch betrieben werden?
Ja. Mit richtig dimensionierter industrieller elektromechanischer Automatik kann auch eine schwere Strahlenschutz-Schiebe- oder Drehtür sicher und komfortabel betrieben werden.
Kann die Tür mit der Steuerung des Röntgengeräts verbunden werden?
Ja. In die Tür können Öffnungssensoren oder Rückmeldungen des geschlossenen Zustands integriert werden, die als Interlock-Signal an die Gerätesteuerung weitergegeben werden.
Ist der Einbau in eine bestehende Wandöffnung möglich?
Ja, sofern die aufnehmende Konstruktion hinsichtlich Tragfähigkeit und Strahlenschutz geeignet ist. Bei bestehenden Wandanschlüssen muss besonders auf die Abschirmungsüberlappung geachtet werden.
Fallstudien und Strahlenschutzrichtlinien
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Abgefragte Kategorie: wissensdatenbank | Beitragstyp: post
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